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Bruder Tim berichtet von der Elfenbeinküste

Hier in Westafrika geht die Zeit des Harmattans, eines Wüstenwindes, zu Ende. Dafür beginnt nun die Regenzeit.

Die Amigonianer in Afrika haben Verstärkung bekommen. Seit Palmsonntag gehört Bruder Nestor zu unserer Kommunität. Er ist Kolumbianer und hatte in seiner Heimatprovinz um die Entsendung als Missionar gebeten. Die letzten Monate hat er einen Französisch-Intensivkurs besucht und kann sich deshalb bereits recht gut verständigen. Wir heißen ihn herzlich bei uns willkommen. In den vergangenen Wochen hat er sich schon gut eingelebt.

In Amigo Doumé haben die Jugendlichen im Ausbildungsgang Landwirtschaft zurzeit viel zu tun. Eine Gruppe Legehennen wurde vor Ostern geschlachtet. Nach einigen Wochen Pause (Hygieneregel) haben wir nun 750 Küken bekommen. Aber bis diese Küken zu Legehennen herangewachsen sind, werden noch einige Monate vergehen. Zunächst einmal brauchen die Küken Wärme. Selbst hier in Afrika muss also geheizt werden. Während der ersten Tage werden die Jugendlichen auch Nachtwache bei den Küken halten. So wird sichergestellt, dass immer genug Wasser und Futter bereitsteht und die Temperatur kontrolliert wird. 750 Küken ist eine große Anzahl. Hoffen wir, dass alles gut geht.

In den letzten Wochen haben viele Jugendliche ihre Probewoche gemacht. Besonders im Internat haben wir deshalb jetzt mehr Jugendliche als noch zu Beginn des Jahres. Gerade die Neuen sind immer mit viel Elan und Begeisterung bei der Sache.

In unserer Schreinerei-Ausbildungswerkstatt haben wir gerade einen großen Auftrag: Über hundert Tische und Stühle für eine Grundschule. Normalerweise haben wir kleinere Aufträge, aber es ist auch gut, von Zeit zu Zeit größere Aufträge zu haben. Die Jugendlichen können so ganz praktisch lernen, wie man die Herstellung mehrerer gleicher Möbelstücke rationell gestalten kann. Außerdem haben wir in den letzten Monaten Arbeiten an der Maschinenelektrik durchgeführt. Alle Maschinen, die entweder schwierig zu bedienen oder einfach nur groß sind, sind jetzt mit Not-Aus-Schaltern ausgestattet. Sicherheit ist für uns immer ein wichtiges Thema. Leider ist es aber mit dem Arbeitsschutz in den Betrieben, in denen unsere Jugendlichen später üblicherweise Arbeit finden, weitaus schlechter bestellt als bei uns.

Zurzeit bin ich für vier Wochen in Benin. Hier findet das Noviziat, also das Einführungsjahr für junge Ordensleute, statt. Wir haben zwei Novizen, die mit Begeisterung bei der Sache sind. Das Noviziat hat am 1. Oktober 2015 begonnen und dauert üblicherweise ein Jahr.

Viele Grüße aus Afrika und bis zum nächsten Mal!

Br. Tim

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