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„Bunt statt Grau – colorado en vez de gris“

Unter diesem Motto begegneten sich spanische und deutsche Jugendliche in Gelsenkirchen und Valencia. Mit finanzieller Unterstützung aus dem EU-Programm Erasmus+ konnten Sandra Altmann und Michael Niehaus gemeinsam mit drei spanischen Erziehern der „Fundación Amigó“ eine lebendige und wirklich bunte Jugendbegegnung organisieren.

Vom 13. – 20. Juni besuchte eine Gruppe spanischer Jugendlicher aus drei Jugendeinrichtungen in der Region Valencia mit ihren Betreuern Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet. Im Vordergrund stand neben der Erkundung des Ruhrgebietes mit seinen vielen industriellen Denkmälern vor allem das gemeinsame Tun und Erleben von Jugendlichen unterschiedlicher Nationalität und Herkunft. Beim Klettern im Landschaftspark Duisburg Nord oder beim Fußballturnier am Jugendtreff kamen sie sich näher und stellten schnell fest, dass ein Lächeln mehr sagt als tausend Worte. Die Verständigung lief mit Händen und Füßen und so waren die Barrieren zwischen den Gruppen schnell abgebaut. Nach einer Woche stellten die Teilnehmer fest, dass aus den verschiedenen Gruppen aus unterschiedlichen Häusern bereits eine Gruppe geworden war.

Am 30. Juni brach dann die deutsche Gruppe zum zweiten Teil der Begegnung nach Valencia auf und freute sich bereits riesig auf das Wiedersehen mit den spanischen Freunden, denn schon längst waren Handynummern ausgetauscht und wurde per WhatsApp, Instagram und Facebook zwischen den Teilnehmern fleißig gechattet und Fotos ausgetauscht. Die Gruppe aus Deutschland freute sich insbesondere auf die Besuche am Strand, denn viele Jugendlichen kannten das Meer nur aus dem Fernsehen, zumal es für die meisten Teilnehmer der erste Auslandsurlaub in ihrem Leben war.

Die spanische Sonne taute die Gruppen nun endgültig auf. Hatten die spanischen Teilnehmer in ihrer Vorbereitung zunächst noch gelernt, dass es in Deutschland üblich sei, sich per Handschlag zu begrüßen, so waren es nun die deutschen Jugendlichen, die sich schnell daran gewöhnten, sich mit Umarmungen und Küsschen auf die Wange zu begrüßen.

„Bunt statt Grau – colorado en vez de gris“ waren nicht nur die Teilnehmer mit deutschen, spanischen, portugiesischen, libanesischen, mazedonischen, polnischen, türkischen, russischen, bosnischen, rumänischen, holländischen und italienischen Wurzeln, auch das Programm war bunt und abwechslungsreich und bot den Teilnehmern viele gemeinsame Erlebnisse.

Neben den Besuchen am Strand fand die Altstadt von Valencia und die „Ciudad de las Artes y de las Ciencias“ besonderen Anklang bei den deutschen Jugendlichen. Bleibenden Eindruck hinterließen auch die Besuche in den Jugendhäusern der spanischen Teilnehmer, da viele sich eine Heimerziehung ganz anders vorgestellt hatten. Besondere Highlights, sowohl für die Jugendlichen, als auch für die Betreuer, waren die Besuche des riesen Spaßbades „Aquarama“ in Benicassim mit Freefall-Tower und über 50 verschiedenen Rutschen, sowie des „Campus Moragete“ mit einem Klettergarten in luftiger Höhe, der viel Überwindung von den Teilnehmern verlangte.

Am Abschiedstag flossen einige Tränen, ein sicheres Zeichen dafür, dass die Jugendbegegnung für alle ein unvergessliches Erlebnis war!