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Helfen, wo Hilfe gebraucht wird

Die pädagogischen Einrichtungen der Amigonianer in armen Ländern erhalten von den dortigen staatlichen Stellen oft nur geringe Unter­stützung. Spenden aus Deutschland stellen so oft einen wichtigen Teil der Haushalts­planung dar. Die Amigonianer in Deutschland fungieren als Vermittler für solche Spenden.

Lesen Sie hier mehr, über die Projekte der Amigonianer in der einen Welt.

Möglichkeiten, diese Projekte zu unterstützen, finden Sie hier.


Abidjan

Seit 1993 leben Amigonianer in Abidjan, dem wirtschaftlichen Zentrum der Elfenbeinküste in Westafrika. Diese Stadt ist die größte Hafenstadt Westafrikas und hat eine Vielzahl von Problemen, angefangen bei der Hygiene über Arbeitslosigkeit bis hin zu vielen entwurzelten Kindern und Jugendlichen.

Die Mitbrüder haben mit „Amigó-Doumé“ am Stadtrand von Abidjan ein Projekt für Straßenkinder sowie Jugendlichen aus dem Gefängnis aufgebaut. Dort erhalten 80 Jugendliche eine schulische und berufliche Ausbildung. Etwa 30 von ihnen wohnen in dem angeschlossenen Internat, andere kommen als Externe aus der näheren Umgebung.

Das Projekt ist weiterhin auf Spenden angewiesen. Deshalb entstand in Köln-Rondorf und Köln-Immendorf die „Eine-Welt-Gruppe Abidjan“. Durch viele Aktionen und Feste kommen Geldbeträge zusammmen, die für das Straßenkinderprojekt eine unverzichtbare Unterstützung darstellen. Dadurch hilft die Gruppe nicht nur den Jugendlichen in Abidjan, sondern leistet auch einen Beitrag dafür, dass das Bewusstsein der Menschen in Deutschland wach bleibt für Solidarität mit den Benachteiligten.

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Manila

In Manila gibt es etwa 50.000 bis 75.000 Straßenkinder. Die Behörden vor Ort können sich nur um etwa 5000 Kinder (ca. 8%) kümmern. Das „Friendship Home Fr. Luis Amigó“ ist eine Einrichtung der Ordensgemeinschaft der Amigonianer zur Ernährung, Betreuung, Bildung und Erziehung dieser Kinder.

Das Erziehungs- und Betreuungsangebot richtet sich an jene Kinder, die am meisten der Hilfe bedürfen: Waisen. Verlassene, vernachlässigte, ungeliebte und mißbrauchte Kinder. Kinder, die nicht nur Hunger nach Brot haben. Kinder, die ebenso dringend Vertrauen, Orientierung, kontinuierlichen Schutz und menschliche Zuwendung und Wärme benötigen.

Die Hilfe umfasst Inobhutnahme, Ernährung, schul- und berufsbezogene Förderung, Gesundheitsvorsorge/medizinische Versorgung, Freizeitpädagogik, soziokulturelle Bildung, ethische und religiöse Erziehung, Erziehungsberatung und Familienarbeit und spezielle wohngebietsbezogene Aktivitäten.

Die Einrichtung ist staatlich anerkannt und zählt zu den besten zehn Einrichtungen für Straßenkinder.


Santa Cruz

In der bolivianischen Wirtschaftsmetropole Santa Cruz unterhält die Ordensgemeinschaft der Amigonianer ein großes Kinderheim. Es wurde im Jahr 1989 auf Initiative des Kolpingwerks International mit Mitteln des deutschen Ministeriums für Entwicklungshilfe errichtet und über 8 Jahre finanziell mit Bundesmitteln unterstützt. Es war vorgesehen für 96 Kinder, die vorher auf der Straße gelebt hatten. Inzwischen ist das Heim ausgebaut für über 150 Kinder, denn der Bedarf an Plätzen für Straßenkinder wächst stetig. Es werden Kinder bis zum Alter von 16 Jahren betreut und erzogen. Sie erhalten Schulunterricht und eine berufliche Ausbildung.

Die staatliche Unterstützung ist heutzutage gering. Die Amigonianer müssen für einen großen Teil der Kosten des „Hogar de niños Santa Cruz“ aufkommen und sind auf Spenden angewiesen. Seit vielen Jahren gibt es in der Gemeinde St. Blasius in Köln-Meschenich und in Gelsenkirchen Förderer dieses Hauses. Viele junge Menschen aus Deutschland und auch aus Spanien haben längere Freiwilligenaufenthalte in diesem Haus verbracht und die pädagogische Arbeit mit ihrem Engagement unterstützt.

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Lublin

Tief im Osten Polens liegt die Universitäts- und Provinzhauptstadt Lublin. Dort betreiben die Amigonianer seit dem Jahr 2002 ein Tagesheim für verhaltensauffällige und straffällige Jugendliche.

Die Gelder der polnischen Jugendbehörden fließen spärlich, daher wird diese Einrichtung auch mit Geld aus Deutschland unterstützt. Dank der Förderer, unter anderem aus Altendorf-Ulfkotte bei Dorsten, können größere Anschaffungen und besondere Aktionen wie Tagestouren und Ferienfreizeiten finanziert werden.


Madrid

In Madrid liegt die Provinzzentrale der Amigonianer. Hier hat auch der Provinzobere seinen Sitz. Er entscheidet letztlich, nach Absprache mit seinem Rat, auch über die Amigonianer in Deutschland. Er verfügt über den gemeinsamen Provinzfonds, aus dem neue Projekte, die Pflege der alten Mitbrüder, die Ausbildung der jungen Brüder und auch die Mitbrüder in Afrika unterstützt werden. Die Amigonianer in Deutschland tragen ihren Teil zur Finanzierung dieses Fonds bei.

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